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Folgekostenversicherung für Schönheits-OPs: Kosten & Vergleich

Eine Folgekostenversicherung für Schönheits-OPs schützt vor hohen Kosten, wenn nach einer ästhetischen Behandlung medizinisch notwendige Nachbehandlungen oder weitere Eingriffe erforderlich werden. Dazu können beispielsweise die Behandlung einer Infektion, einer Wundheilungsstörung oder einer anderen Komplikation gehören. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann eine Folgekostenversicherung zahlt, welche Leistungen und Ausschlüsse gelten, wie hoch die Kosten sein können und worauf Sie beim Vergleich der Anbieter achten sollten.

Folgekostenversicherung für Schönheits-OPs

Eine Schönheitsoperation verläuft zwar in vielen Fällen ohne größere Probleme. Komplikationen lassen sich jedoch nicht vollständig ausschließen. Eine Folgekostenversicherung kann dann das finanzielle Risiko einer notwendigen Folgebehandlung reduzieren. Welche Leistungen tatsächlich übernommen werden, hängt immer vom jeweiligen Tarif und den Versicherungsbedingungen ab.

Was ist eine Folgekostenversicherung?

Die Folgekostenversicherung – auch Folgeversicherung für Schönheitsoperationen genannt – ist eine spezielle Versicherung für ästhetische Eingriffe. Sie übernimmt je nach Vertrag bestimmte Kosten, die durch medizinisch notwendige Behandlungen infolge einer versicherten Schönheits-OP entstehen. Eine Folgekostenversicherung ist nicht mit einer Garantie für ein bestimmtes ästhetisches Ergebnis gleichzusetzen. Eine persönliche Unzufriedenheit mit dem Ergebnis gilt in der Regel nicht automatisch als versicherte Komplikation.

Versichert sein können je nach Anbieter und Tarif beispielsweise:

  • medizinisch notwendige Nachbehandlungen
  • stationäre Aufenthalte
  • Folgeoperationen
  • die Behandlung von Infektionen
  • Wundrevisionen bei Wundheilungsstörungen
  • Behandlungen nach Nachblutungen
  • der Austausch oder die Entfernung von Implantaten in bestimmten Fällen

Wann zahlt die Folgekostenversicherung?

Die Folgekostenversicherung zahlt grundsätzlich dann, wenn eine versicherte Komplikation auftritt und eine medizinisch notwendige Behandlung erforderlich wird. Entscheidend sind die Definitionen im jeweiligen Versicherungsvertrag.

Mögliche Beispiele sind:

  • Infektionen nach einer Schönheitsoperation,
  • Wundheilungsstörungen,
  • Nachblutungen,
  • Flüssigkeitsansammlungen,
  • medizinisch notwendige Wundrevisionen,
  • Komplikationen mit Brustimplantaten,
  • stationäre Folgebehandlungen.

Ob eine Behandlung übernommen wird, hängt unter anderem von der versicherten Operation, der gewählten Versicherungssumme, der Laufzeit und den Ausschlüssen ab. Vor einer Behandlung sollte deshalb geprüft werden, ob der Versicherer informiert oder eine Kostenübernahme bestätigt werden muss.

Was ist nicht versichert?

Eine Folgekostenversicherung übernimmt nicht automatisch alle Kosten, die nach einer Schönheits-OP entstehen. Häufig ausgeschlossen oder eingeschränkt sind zum Beispiel:

  • reine Unzufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis,
  • eine gewünschte Korrektur ohne medizinische Notwendigkeit,
  • selbst verursachte Verletzungen,
  • bestimmte bereits bestehende Beschwerden,
  • Komplikationen nach nicht versicherten Eingriffen,
  • Behandlungen außerhalb des vereinbarten Leistungsumfangs,
  • Folgen, die ohne medizinische Behandlung wieder abheilen.

Auch Taubheitsgefühle oder kleinere Beschwerden können je nach Tarif ausgeschlossen sein. Die konkreten Regelungen unterscheiden sich zwischen den Anbietern. Deshalb sollten Interessierte nicht nur auf die maximale Versicherungssumme achten, sondern auch auf Ausschlüsse, Meldefristen und Vorgaben zur Nachbehandlung.

Welche Behandlungen können versichert werden?

Eine Folgekostenversicherung kann je nach Anbieter für unterschiedliche ästhetische Behandlungen abgeschlossen werden. Dazu zählen häufig:

  • Brust OPs: Brustvergrößerung, Brustverkleinerung, Bruststraffung,
  • Fettabsaugung, Lipödem-Operation
  • Bauchdeckenstraffung,
  • Nasenkorrektur,
  • Augenlidstraffung,
  • Facelift,
  • Haartransplantation,
  • Faltenbehandlungen,
  • Filler- und Botox-Behandlungen,
  • Laserbehandlungen.

Nicht jeder Tarif deckt jede Behandlung ab. Außerdem können operative und nicht operative ästhetische Behandlungen unterschiedlich behandelt werden. Vor dem Abschluss sollte daher genau angegeben werden, welcher Eingriff geplant ist.

Was kostet eine Folgekostenversicherung?

Die Kosten einer Folgekostenversicherung hängen unter anderem von der Behandlung, dem gewünschten Leistungsumfang, der Versicherungssumme und der Laufzeit ab. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Kosten bei möglichen Komplikationen entstehen können und welchen Schutz eine Versicherung je nach Tarif bieten kann.

Brust-OP

Mögliche Komplikationen: Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung oder Implantatproblem.

Nachbehandlung: etwa 100 bis 10.000 Euro oder mehr – abhängig von der Komplikation.

Versicherungsschutz: Je nach Tarif können medizinisch notwendige Folgebehandlungen, stationäre Aufenthalte und Revisionen versichert sein.

Botox-Behandlung

Mögliche Komplikationen: Asymmetrien, hängende Lider, Schwellungen oder unerwünschte Muskelabschwächung.

Nachbehandlung: etwa 50 bis 2.000 Euro oder mehr.

Versicherungsschutz: Nur wenn Botox beziehungsweise die konkrete nicht operative Behandlung im Tarif ausdrücklich eingeschlossen ist.

Lipödem-Operation

Mögliche Komplikationen: Infektion, Wundheilungsstörung, Flüssigkeits-ansammlung oder längere Nachsorge.

Nachbehandlung: etwa 100 bis 10.000 Euro oder mehr.

Versicherungsschutz: Bei medizinischer Indikation kann die Krankenkasse zuständig sein; bei privat bezahlten Eingriffen kann eine Folgekostenversicherung relevant werden.

Für einen sinnvollen Vergleich sollten Nutzer auf folgende Punkte achten:

  • Höhe des Versicherungsbeitrags,
  • maximale Versicherungssumme,
  • Dauer des Versicherungsschutzes,
  • versicherte Operationen und Behandlungen,
  • Umfang der stationären und ambulanten Leistungen,
  • Schutz für Implantate,
  • mögliche Selbstbeteiligung,
  • Ausschlüsse und Wartezeiten,
  • Vorgaben zur Wahl der Klinik oder des behandelnden Arztes.

Anbieter im Vergleich

Zu den Anbietern von Folgekostenversicherungen für ästhetische Behandlungen gehören unter anderem BeautyProtect, Medassure Beauty und Safe4Beauty. Die Tarife können sich beispielsweise bei Laufzeit, Versicherungssumme, versicherten Komplikationen, Implantatschutz und Zusatzleistungen unterscheiden. Ein ausführlicher Vergleich der Anbieter folgt auf wunschhaut.de.

BeautyProtect

BeautyProtect bietet mehrere Tarifstufen für ästhetische Eingriffe: Basic, Exclusive, LITE, PRO und VIP. Für Eingriffe im Zusammenhang mit Lipödem gibt es zusätzlich die Spezialversicherung lipo-protect. Je nach Tarif und Zusatzoption können sich Leistungsumfang, Laufzeit und Beitrag unterscheiden.

Medassure Beauty

Medassure Beauty bietet unterschiedliche Leistungsvarianten für die Absicherung von Schönheitsoperationen an. Häufig werden Basis- und Premium-Leistungen unterschieden; konkrete Laufzeiten, Versicherungssummen und Zusatzleistungen hängen vom gewählten Angebot und dem versicherten Eingriff ab.

Safe4Beauty

Safe4Beauty bietet individuell auf den geplanten Eingriff abgestimmte Tarife für Schönheitsoperationen und ästhetische Behandlungen. Die Varianten unterscheiden sich unter anderem bei Laufzeit, Versicherungssumme und Leistungsumfang. Genannt werden vor allem Laufzeiten von einem oder drei Jahren; feste Tarifnamen werden auf der Übersichtsseite nicht eindeutig ausgewiesen.

Worauf sollte man beim Abschluss achten?

Vor dem Abschluss einer Folgekostenversicherung sollten Interessierte die Versicherungsbedingungen aufmerksam lesen. Angaben zu Preisen und Leistungen sollten deshalb vor dem Abschluss direkt beim jeweiligen Anbieter überprüft werden. Besonders wichtig sind diese Fragen:

  1. Ist die geplante Schönheitsoperation ausdrücklich versichert?
  2. Ab welchem Zeitpunkt beginnt der Versicherungsschutz?
  3. Wie lange gilt die Versicherung?
  4. Welche Komplikationen und Folgebehandlungen sind eingeschlossen?
  5. Gibt es eine maximale Versicherungssumme?
  6. Muss die Nachbehandlung bei einem bestimmten Arzt oder in einer bestimmten Klinik erfolgen?
  7. Welche Ausschlüsse und Meldefristen gelten?
  8. Werden Implantatwechsel oder Entfernungskosten übernommen?
  9. Sind ambulante und stationäre Behandlungen gleichermaßen versichert?
  10. Muss der Versicherer vor einer Folgebehandlung informiert werden?

Fazit

Eine Folgekostenversicherung für Schönheits-OPs kann sinnvoll sein, wenn eine ästhetische Behandlung mit einem relevanten Kostenrisiko verbunden ist. Sie kann vor finanziellen Belastungen durch medizinisch notwendige Nachbehandlungen und Folgeoperationen schützen. Wichtig ist, nicht nur den Preis zu vergleichen. Entscheidend sind der konkrete Leistungsumfang, die Versicherungssumme, die Laufzeit und die Ausschlüsse. Wer eine Schönheitsoperation oder ästhetische Behandlung plant, sollte den Versicherungsschutz möglichst vor dem Eingriff prüfen und die Vertragsbedingungen sorgfältig lesen.

Häufige Fragen zur Folgekostenversicherung

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Versicherungs- oder medizinische Beratung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Versicherungsbedingungen des Anbieters.